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letzter Beitrag 23 Aug 2017 07:34 von  Olaf Krause
Diskussion um E-Autos
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23 Aug 2017 07:34
    Liebe Morgan Mitglieder,

    ich möchte an dieser Stelle auf einen Bericht des JAG Magazins eingehen, welcher uns über Sektion Mitte zu Verfügung gestellt wurde.
    Wenn "Zitat:" vorangestellt ist das ein Zitat aus dem Artikel - leider gibt es hier keine anderen Layoutmöglichkeiten (Rechtschreibfehler in dem Teil kommen von der Texterkennungssoftware die PDF in Text gewandelt hat). In diesem Artikel werden einige "alternative" Fakten beschrieben, die einem glauben machen könnten, dass E-Auto hat keine Zukunft bzw. ist der falsche Weg. Aufgehängt wird das ganze an der zur Zeit hochgepuschten Kobalt Thematik und dass man den Kongo ausbeutet.

    Zitat: „Ausgebeufet seit Jahrhunderten - Kautschuk, Kupfer, PalmöI, Zink - spielt das Land eine ganz wichtige Rolle, wenn es um die politisch gewollte E-Mobilität geht.“

    Dies möchte ich gar nicht abstreiten und verurteile sowohl die Abbaupraktiken wie auch die dortige Kinderarbeit, aber was soll denn damit gesagt werden? Sind Diesel und Benzin getriebene Fahrzeuge besser - wird bei der Erdölförderung (z.B. Fracking) keine Umwelt zerstört, gibt es dort keine Kinderarbeit?

    Zitat: „In den vergangenen drei Jahren ist der Preis für eine Tonne Kobalt rasant nach oben geschossen. Alleine in den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg der preis um satte 60 Prozent, seitAnfang 2016 hat er sich mal eben verdreifacht“

    Ja so ist das eben mit Angebot und Nachfrage, der Benzin- und Dieselpreis war auch schon mal höher aber auch billiger. Im nächsten Atemzug werden die Batterien genannt – leider ohne zu erwähnen, dass diese jedes Jahr ca. 10% günstiger werden und die für den Endnutzer vorhandene Kapazität sich in den letzten drei Jahren ca. verdoppelt hat. Dies ohne, dass die Batterieen signifikant schwerer oder größer geworden sind. Nebenbei: So ein Achtzylinder mit Getriebe und Antriebsstrang wiegt sicherlich auch etwas, so dass das Mehrgewicht gar nicht mal so entscheidend ist.

    Zitat: „Ebenso wie das Versagen vôn Akkus aus dem Handy- und Consumer-Elektronik-Bereich.“

    Heutige Batterien halten etliche Jahre, die Autohersteller geben ca. acht+ Jahre Garantie. Die werden schon wissen warum, wenn Sie hier einen Verlust erwarten würden wäre die Garantie sicherlich kürzer.

    Zitat: „Diese Batterien gehören nicht dem Fahrzeugbesitzer, sondern sind geleast. Das heißt: über 40 prozent, Tendenz steigend, eines E-Autos gehören dem Käufer gar nicht.“

    Die Behauptung, dass man die Batterien nur leiht und einem somit nur ca. 40% vom Auto gehören, ist schlichtweg falsch: Die Batterien gehören üblicherweise dem Autokäufer – man hat die Option diese zu leasen, falls man der neuen Technologie doch nicht so traut oder ohne Neukauf auf neuere Technologie wechseln möchte.

    Zitat: „… wie der benötigte Strom aus fossilen Rohstoffen gewonnen wird. „

    Dann kommt das übliche, dass Strom ja aus fossilenen Rohstoffen gewonnen wird. Das stimmt doch nur bedingt solange wir nicht endlich konsequent auf erneuerbare Energien umstellen. Die Tage mit großteils Erneuerbaren werden zum Glück immer mehr. Aus den Ladesäulen der Netzbetreiber kommt zumindest abrechnungstechnisch reiner Ökostrom. Bitte tragt dazu bei erneuerbare Energien zu fördern - die nächsten Generationen werden es uns danken.

    Zitat: „Und was ist eigentlich mit der Entsorgung der Batterien am Ende ihres Lebenszyklus?“

    Hierzu die folgenden Hinweise: Nach dem Autoleben werden die Batterieen einem „Second life“ Zyklus zugeführt. D.h. man verwendet Sie in Hausbatterien oder großen Pufferkraftwerken ein zweites mal um die Netzstabilität zu verbessern. Lithium Ionen Batterien werden übrigens am Ende des mehrfachen Lebenszyklus zu 99% recycled. Die Frage was passiert nach einer Nutzung ist damit beantwortet: Sie werden wiederverwendet.

    Zitat: „Derzeit fahren etwa 35000 E-Autos auf unseren Straßen - wenn sie nicht gerade stundenlang zum Aufladen an der Steck_dose ruhen…. Das (Anmerkung: gemeint ist das Stromnetz) ist nämlich vielerorts gar nicht für die Massenaufladung gerüstet, weil oft nur eine von drei Phasen angezapft wird.“

    Eine Frage auch zum „Rumstehen“ der Elektroautos: Stehen Eurer Benziner/Diesel weniger? – oder fährt jemand damit vor dem Supermarkt rauf und runter und die Rezeption Eures Arbeitgebers fährt das Fahrzeug 8 Stunden+ am Tag durch den Hof? Nein Eure Autos stehen auch nur und werden nicht genutzt. In dieser Zeit lädt man typischerweise ein E-Auto und nutzt die soweiso fällige Standzeit. Woran es krankt sind Steckdosen am Arbeitsplatz und Schnellladeinfrastruktur.

    Nur eine von drei Phasen wird genutzt – das stimmt bei manchen Fahrzeugen sogar – aber der Verbrauch liegt dann bei dem von einem Herd oder Dampfstrahler - habt Ihr Angst, dass wenn wir unser Essen kochen das Netz zusammenbricht?

    Zitat: „Stellen wir uns doch einfach nur vor, es wären hundert Mal so viele, 3,4 Millionen. Dann würden wir abends bei Kerzenschein sitzen, weil der Strom ausfüllt.“

    Das ist wieder mal so ein Lobbyistengerücht. Alleine unserer Erdölraffinerieen verbrauchen so viel Strom zur Herstellung von Benzin etc., dass man damit Millionen von E-Autos betreiben kann. Also bitte die Diesel/Benzin Produktion reduzieren und mit der eingesparten Energie E-Autos fahren lassen.

    Obiges nur mal als Gedankenanstoß, dass man die Dinge immer von mehren Seiten betrachten sollte.

    Ein begeisterter Morgan V8 Fahrer

    Olaf

    Ich hoffe ich werde hier jetzt nicht gesteinigt und aus dem Club geworfen....

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